Jag älskar tre saker:
Litteratur, filosofi och allt som har med språk att göra.
Und vor allem liebe ich es, Schwedisch zu unterrichten.
Du findest mich in Wien, wo ich als Schwedischlehrer arbeite und Geschichten schreibe. Falls du nicht in Wien wohnst, findest du mich auch im Internet. Wenn ich nicht unterrichte, sitze ich wahrscheinlich in einem der vielen Wiener Kaffeehäuser – schreibend, denkend, untersuchend und manchmal vielleicht auch kichernd. Ich liebe es, Sprache zu erforschen und in meinem Kopf zwischen Wörtern und Gedanken hin und her zu springen.
Meine Unterrichtserfahrung, mein Studium und mein Leben hier in Wien haben die Art und Weise, wie ich über Sprache und Sprachenlernen denke, stark geprägt. Es ist keine leichte Sache, auf der Schwelle zwischen Sprachen zu stehen – besonders dann nicht, wenn man in einem anderen Land lebt und auf diese fremde Sprache angewiesen ist. Dabei geht es nicht nur um Teilhabe. Man möchte sich mitteilen können. Eine ganze Person sein. Nicht halb. Nicht entrückt.
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie man Schwedisch mit etwas weniger Leiden und etwas mehr Freude lernen kann. Ich schreibe an einer Abenteuergeschichte über eine Schildkröte, die eines Tages den Bus verpasst und von einem Drachen abgeholt wird. Ich arbeite assoziativ und bedeutungsorientiert, damit Wörter lebendig und wirklich verwendbar werden. Gleichzeitig ist es mir wichtig, pragmatisch und anwendungsorientiert zu arbeiten, damit Sprachenlernen für möglichst viele Menschen zugänglich bleibt.
Jeder Mensch ist ein Sprachwesen.
Hej!
Meine Kurse
Geplante Kurse in Wien:
Wintersemester 2026
VHS Alsergrund:
Schwedisch B1
Dienstags 17:30 bis 19:00 Uhr.
Schwedisch A1+
Donnerstags, 9:00 bis 10:30 Uhr
Schwedisch A1
Donnerstags 17:30 bis 19:00 Uhr
Schwedisch C1
Donnerstags von 19:15 bis 20:45
VHS Josefstadt:
Schwedisch A2+
Dienstags 19:30 bis 21:00 Uhr.
Sprachenzentrum der Universität Wien
Schwedish A2 – Phase 1
Montags 18:00-20:30 Uhr
Schwedish A1 – Phase 1
Mittwochs 18:00-20:30 Uhr
Einzelunterricht auf Anfrage:
Preisangebot:
Paket 5 Einheiten – € 210 (€ 42 pro Einheit)
Paket 8 Einheiten – € 312 (€ 39 pro Einheit)
Paket 15 Einheiten – € 555 (€ 37 pro Einheit)
Eine Einheit = 50 Minuten
Auch als Paarunterricht möglich.
Sonstige Auftraggeber:
Universität Heidelberg.
Das österreichische Bundesheer.
Sonstige Firmen: Wiener Städtische Versicherungen, u.v.m. …
Was ist mein Ziel?
Ich möchte Menschen unterstützen – unabhängig davon, ob sie gerade erst mit ihrer Sprachreise beginnen oder bereits ein fortgeschrittenes Niveau erreicht haben – insbesondere dann, wenn sie Schwierigkeiten mit dem Wortschatz und dem Zugang zur schwedischen Sprache haben. Dabei spielt es keine Rolle, falls du Schwedisch im Selbststudium oder in einem Kurs lernst. Mein Ziel ist es, einen greifbaren Zugang zur schwedischen Sprache zu vermitteln, um einen lebendigen und aktiven Umgang damit zu finden.
Wie möchte ich das machen?
Unten findest du meine Gedanken:
Lernmaterial und Methodik
Es gibt viele gute Zugänge zum Sprachenlernen und viele durchdachte Kurse. Mein Material versteht sich dabei nicht unbedingt als Ersatz, sondern vielmehr als Ergänzung. Grammatikalisch betrachtet ist Schwedisch eigentlich keine besonders komplizierte Sprache. Die größten Schwierigkeiten liegen oft nicht in der Grammatik selbst, sondern an anderer Stelle: am Anfang vor allem bei der Satzstellung, der Aussprache und besonders beim Aufbau eines lebendigen Wortschatzes.
Eine neugierige Untersuchung der Sprache steht bei mir im Vordergrund. In meinen Kursen geschieht das oft durch assoziative oder „weltbenennende“ Gespräche, begleitet von zusätzlichem Material und verschiedenen Textsorten. Besonders wertvoll – davon bin ich zutiefst überzeugt und dafür brenne ich – ist es, eine Sprache durch Geschichten zu lernen. Durch Geschichten kann man sich Inhalte besser merken und Wörter sind in einer klar formulierten Handlung leichter zu verstehen. Außerdem kann ich in einer Geschichte Situationen und Szenen erfinden, in denen Wörter sichtbar werden und sich entfalten können. Somit bleiben die Wörter besser im Gedächtnis als leere Worthülsen.
Die Kombination von assoziativem und welterschließendem Benennen einerseits und einem durch Geschichten strukturierten Sprachabenteuer andererseits fördert einen tiefen und nachhaltigen Zugang zur Sprache. Wenn du näheres über meine Methodik und dir mein Lernmaterial anschauen möchtest, kannst du diesem Link folgen oder oben auf “Material” klicken.
Vokabeln: Mehr als bloße Wörter?
Wieso Wörterlisten oft in der Schublade enden.
Wörter sind verwirrend!
(bevor man weiß, was sie bedeuten)
Semantische Konfusion
Die sogenannte „semantische Konfusion“ begleitet viele Menschen beim Sprachenlernen. Sie ist völlig normal und nicht unbedingt etwas Negatives – vielmehr gehört sie zum Lernprozess dazu. Die Wörter sind zwar irgendwie vorhanden, bleiben aber oft schwer greifbar. Beim Lesen fällt das meist kaum auf, denn die Wörter stehen bereits vor einem. Sobald man jedoch selbst sprechen möchte, reicht das nicht mehr aus. Dann müssen Wörter mit Vorstellungen, Erfahrungen oder konkreten Inhalten verbunden sein.
Wenn wir sprechen, entsteht zuerst ein Gedanke – und erst danach beginnt die Suche nach dem passenden Wort. Ist die Sprache noch nicht ausreichend mit der eigenen Erfahrungswelt verknüpft, bleibt der Wortschatz häufig passiv. Man erkennt Wörter wieder und versteht sie, kann sie aber nicht spontan verwenden. Statt zu sprechen, bleibt man oft stumm. Das kann frustrierend sein, denn gleichzeitig hat man das Gefühl, eigentlich schon sehr viel zu wissen.
Wie kann man also einen passiven Wortschatz aktiv machen?
Dazu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht.
Semantische Konfusion ist ein ganz normales Phänomen beim Erwerb einer Fremdsprache.
Ich glaube aber, dass man diesen Prozess etwas beschleunigen kann…
Die Welt (neu-)benennen
Oft landen Wörterlisten in der Schublade, weil sie für sich genommen zu wenig bedeuten. Wer eine Fremdsprache lernt, merkt früher oder später, dass sich die Wörter verschiedener Sprachen nicht immer vollständig decken. Sie überschneiden sich zwar, aber sie sind nicht identisch. Sie teilen eine Bedeutung, bedeuten aber gleichzeitig auch etwas anderes. Das Problem besteht nicht nur darin, dass ein Wort manchmal mit zwei oder drei verschiedenen Wörtern übersetzt werden muss. Schlimmer ist, dass jedes dieser Wörter wiederum andere Bedeutungen annehmen können. Wir haben es also nicht nur mit Überschneidungen zu tun, sondern auch mit Verzweigungen und Verschiebungen. Das Ergebnis ist oft Verwirrung: Desorientierung, unklares Denken, Sprach- oder Sprechlosigkeit.
Übersetzungen versprechen Klarheit und Orientierung, doch endgültig führen sie oft zu Unsicherheit. Der Effekt kommt schleichend. Man versteht die Wörter – und hat beim Sprechen aber trotzdem das Gefühl, ihren eigentlichen Sinn noch nicht ganz greifen zu können. Wörter ergeben nämlich selten isoliert Sinn. Das schwedische Wort „frisk“ wird häufig mit „gesund“ übersetzt. Aber was genau bedeutet „gesund“? Meinen wir dasselbe, wenn wir von einem gesunden Menschen oder von gesundem Essen sprechen? Noch spannender wird es bei Ausdrücken wie „frisk luft“, das sich mit „frische Luft“ übersetzen lässt. Doch ist Gemüse auf dieselbe Weise frisch wie Luft? Und warum kann „frisch“ im Deutschen manchmal sogar kalt bedeuten? Und warum sagt man, dass das Brot “frischgebacken” ist – auf Schwedisch sagt man “nybakad” (neugebacken).
Und genau hier beginnt das eigentliche Sprachenlernen. Nicht die Sprache, die man beim Lesen gerade noch versteht oder die man sich über Jahre hinweg langsam erschließt. Nicht die Sprache der auswendig gelernten Phrasen, mit denen man einen Restaurantbesuch übersteht, sondern die Sprache, die man sich aneignen und zur eigenen machen will – eine Sprache, in der man sich wie ein ganzer Mensch fühlt.
Es hat alles mit einem Systemkonflikt zu tun. Bitte lass mich das etwas näher erläutern:
Das schwedische Wortnetz
Es ist kein neues Thema. Die Sprachwissenschaft beschäftigt sich seit Langem damit, und auch große Teile der Philosophie und Literatur kreisen um das Verhältnis zwischen Welt und Sprache. Man muss diese Überlegungen nicht bis zu den sprachphilosophischen Grenzfragen treiben oder bei den Lautgedichten des Dadaismus landen. Dennoch steckt eine wichtige Erkenntnis darin: Wort und Bedeutung sind nicht dasselbe.
Wer Wortschatz vor allem als Ansammlung von Wörtern betrachtet, erlebt das Sprachenlernen oft als mühsam. Man paukt Vokabeln, wiederholt Karteikarten und macht zwar kleine Fortschritte – doch irgendwann schwindet die Motivation. Schließlich drängt sich die Frage auf: Wie viele Wörter muss ich eigentlich kennen? Fünftausend? Zehntausend? Fünfzigtausend? Und wären achtzigtausend oder gar zweihunderttausend nicht noch besser?
Dann begegnet man Menschen, die vier, sechs oder sogar acht Sprachen sprechen (ich spreche nur drei gut, und vielleicht noch eins oder zwei so gerade noch), und fragt sich: Wie haben sie das geschafft? Haben sie jahrelang nichts anderes getan, als Wörterlisten auswendig zu lernen? Sind sie Sprachgenies? Verfügen sie über ein außergewöhnliches Gedächtnis oder einen IQ von 200?
Und irgendwann richtet sich der Blick auf einen selbst. Vielleicht denke ich: Ich bin ungeeignet. Ich kann keine Sprache lernen. Ich bin zu alt. Es ist zu spät. Ich bin nicht intelligent genug. Ich habe nicht die nötige Zeit. Ich muss erst ins Land fahren und kann jetzt nichts machen.
Genau das finde ich abgrundtief traurig. Denn weder Alter noch Intelligenz spielen eigentlich eine besonders große Rolle beim Sprachenlernen. Zwei Eigenschaften, die meiner Überzeugung nach eine viel größere Rolle spielen, sind Neugierde und Offenheit.
Meine Philosophie
Dass wir den Fehler bei uns selbst suchen, finde ich abgrundtief traurig. Denn wenn wir nicht das richtige Wort finden, liegt das nicht unbedingt an uns. Wir sind nicht verwirrt – die Sprache ist verwirrend. Wörter zu lernen ist oft verwirrend. Das ist ein großer Unterschied.
Der Fall von „frisch“ mag ein extremes Beispiel sein. Natürlich ist ett hus ein Haus und en stol ein Stuhl. Aber man kann nicht einmal putzen oder waschen sagen, ohne in eine gewisse Desorientierung zu geraten. Denkst du beim Lernen einer neuen Sprache viel in Übersetzungen? Oder denkst du in Inhalten?
Im Englischen akzeptieren wir ganz selbstverständlich, dass man die Zähne bürstet (I brush my teeth). Aber bringen wir dasselbe Verständnis auch anderen Sprachen entgegen? Mit Englisch haben wir inzwischen so viel Kontakt, dass wir vieles gar nicht mehr hinterfragen. Im Schwedischen bürstet man die Zähne ebenfalls (jag borstar tänderna). Aber hast du schon einmal darüber nachgedacht, was genau gemeint ist, wenn man die Wohnung putzt (jag städar lägenheten)? Und warum ist das ein anderes Verb als beim Fenster putzen (jag putsar mina fönster)?
Je mehr man über die Inhalte nachdenkt – oder anders gesagt: darüber, wie verschiedene Sprachen die Welt benennen –, desto deutlicher wird, wie häufig solche Unterschiede auftreten. Genau hier entsteht oft das Gefühl der Verwirrung. Ich kann dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen. Ich habe selbst darunter gelitten, als ich Deutsch gelernt habe. Mit dieser Internetseite, meinem Unterricht und meinen Texten möchte ich zeigen, dass dieses Phänomen viel häufiger vorkommt, als man denkt. Die Verwirrung ist also verständlich – aber es gibt einen Weg aus dem Labyrinth.
Betrachtet man Wörter nicht als einzelne Etiketten, sondern als ein Netz, das Verbindungen zwischen verschiedenen Inhalten herstellt, wird vieles klarer. Die Welt bleibt dieselbe. Was sich verändert, ist das Wortsystem – das Netz von Begriffen, mit dem wir unsere Erfahrungen einordnen. Man lernt, die Welt ohne vorgefertigte Begriffe wahrzunehmen, und entdeckt nach und nach ein neues Wortnetz.
Findest du folgendes verwirrend?
En fågel har vingar, en näbb och klor.
Ett lejon har klor.
En fågel har klor.
En kräfta har klor.
Vad är en klo?
Das Wort “en klo” klingt sehr nach “eine Klaue”. Aber als ich angefangen habe, zuzuhören, habe ich festgestellt, dass Katzen auf Deutsch “Krallen” haben. In meinem schwedischen Kopf hatten alle Tiere “Klauen”, und als ich erfahren habe, dass Flusskrebse “Scheren” (!) haben, ist mir die Welt fast zusammengebrochen! Dabei bedeutet “Schere” und “Krallen” ja “klo” (und nicht immer “en sax”). Noch schlimmer wurde es, als ich verstanden habe, dass Katzen mit ihren Krallen “kratzen”, aber das Wort “rivs” ist nicht das selbe als wenn ich nun verwirrt mir den Kopf kratze (“jag kliar mig i huvudet”). Ich will doch nicht kratzen, bis es blutet! (“rivs”).
Wenn alles aber zuschneit und ich nicht mehr weiter weiß, muss ich bei meinem Auto der Scheibe von Eis befreien – ja, kratzen? (“skrapar”), und das Wort skrapa finden wir auch in “en skyskrapa” (auf Englisch “skyscraper”), und das ist auf Deutsch “Wolkenkratzer”. Nun denkt man langsam, dass es aufhören muss, aber ich probiere mal meinen Glück beim Glücksspiel und kaufe “en skraplott”, und auf einmal ist das ein “Rubbellos”. Rubeln bedeutet also auch kratzen – Verzeihung! – ich meine “skrapa”?
Es ist nicht meine Absicht, dich zu verwirren.
Glaube es oder nicht: Ich möchte für Klarheit sorgen. Und wie? Indem ich zeige, dass der direkte Vergleich der Wortsysteme verschiedener Sprachen zu Verwirrung führen kann.
Das Wortsystem einer Sprache steht aber in erster Linie in Verbindung zur Welt.
Was meint man damit, Wörter zu lernen?
Dabei gerät leicht aus dem Blick, was Wörter eigentlich leisten: Sie beschreiben die Welt. Und die Welt kennst ja du bereits.
Genau hier setzt mein Ansatz an.
Du musst die Welt nicht noch einmal neu lernen – in gewisser Hinsicht musst du sie vor allem neu benennen. Als Orientierungspunkt stehen nicht die Wörter an sich, sondern die Bedeutungen. Die Wörter sind unterschiedliche Wege, auf dieselben oder ähnliche Erfahrungen, Gegenstände, Handlungen und Zusammenhänge zu verweisen. Erst aus Bedeutungen entsteht das Netz sprachlicher Beziehungen.
Wenn wir Vokabeln lernen, können wir uns genau das zunutze machen. Vieles von dem, worüber wir sprechen, ist uns bereits vertraut. Wir müssen also nicht jedes Mal einen völlig neuen Inhalt verstehen. Häufig geht es vielmehr darum, für etwas, das wir bereits kennen, einen anderen sprachlichen Ausdruck zu lernen. Ein Vogel bleibt ein Vogel, auch wenn wir ihn anders benennen. Eine Handlung bleibt in ihrem Kern dieselbe Handlung. Und auch ein Zusammenhang verschwindet nicht einfach, nur weil die Sprache wechselt.
Auf diese Weise kann man viele Wörter lernen – solange das, worüber man spricht, als Bedeutung klar bleibt. Vielleicht klingt das zunächst verwirrend oder überfordernd. Ich würde vorsichtig das Gegenteil behaupten: Gerade die Welt kann dir dabei eine wichtige Orientierung geben. Du kannst dich an ihr festhalten. Ein Vogel verliert seine Flügel nicht, nur weil ich über ihn auf Japanisch spreche. Die Welt bleibt weitgehend dieselbe. Was sich verändert, sind die Wörter, mit denen wir auf sie Bezug nehmen.
Und genau das kann beim Lernen einer Sprache hilfreich sein. Was willst du eigentlich erreichen, wenn du ein neues Wort lernst?
Wenn du einen Text liest, ist es noch relativ einfach. Du siehst ein unbekanntes Wort, suchst seine Bedeutung nach und kannst den Satz anschließend verstehen. Aber du willst eine Sprache ja nicht nur lesen. Du willst sie sprechen.
Und damit verändert sich die Aufgabe. Denn beim Sprechen hast du das Wort nicht vor dir. Du musst es selbst hervorbringen. Du musst einen Weg finden von dem, was du sagen möchtest, zu dem sprachlichen Ausdruck, den die andere Person verstehen wird. Wenn du diese Bedeutung noch nie benannt hast, wie willst du dann wissen, welches das korrekte Wort dafür ist?
Genau hier wird es interessant: Es geht also nicht unbedingt darum, die Welt neu zu lernen. Vielmehr geht es darum, für bereits bekannte oder zumindest vertraute Inhalte neue sprachliche Wege zu finden.
Und trotzdem kann gerade der Vergleich mit einer anderen Sprache schnell für Verwirrung sorgen. Denn Wörter lassen sich nicht immer eins zu eins aufeinanderlegen. Ein Wort kann in einer Sprache einen Bereich abdecken, für den es in einer anderen mehrere Wörter gibt. Umgekehrt kann ein einzelnes Wort verschiedene Bedeutungen haben, die sich in einer anderen Sprache auf mehrere Wörter verteilen. Bedeutungen können sich verschieben, überlappen oder in unterschiedliche Richtungen verzweigen.
Wenn wir dabei nur Wort gegen Wort stellen, verlieren wir leicht den eigentlichen Orientierungspunkt aus dem Blick. Dann versuchen wir, die Bedeutung eines Wortes aus anderen Wörtern zu erschließen, die wiederum mit anderen Wörtern erklärt werden müssen. Das Wort bleibt gewissermaßen beim Wort – und die Verbindung zu dem, worauf es sich bezieht, wird immer schwächer.
Wir werden sozusagen weltblind. Und das ist ein schreckliches Gefühl. Die Welt ist zwar noch da, aber sie dient uns nicht mehr als Orientierung. Alles wird zunehmend abstrakt: ein Wort verweist auf ein anderes, dieses auf ein weiteres – und irgendwann wissen wir zwar, welche Wörter miteinander verbunden sind, aber nicht mehr, was wir mit ihnen eigentlich anfangen können.
Gleichzeitig beginnt sich ein anderes Netz herauszubilden. Sobald wir anfangen, eine neue Sprache zu lernen, werden wir nach und nach mit einem neuen Netz aus Wörtern und Bedeutungen vertraut. Es beschreibt weitgehend dieselbe Welt, aber es ordnet diese Welt nicht genau so, wie es das Netz tut, das wir aus unserer ersten Sprache mitbringen. Die Verbindungen sind anders. Manche überschneiden sich, manche verzweigen sich, und manche existieren in dieser Form überhaupt nicht.
Genau daraus entstehen viele der Verwirrungen, die das Lernen einer Sprache unnötig schwer machen können. Nicht, weil die Welt komplizierter geworden wäre, sondern weil wir uns zunehmend im Netz der Wörter orientieren, anstatt an dem, was die Wörter beschreiben.
Die Verwirrung entsteht also dort, wo das Wort den Kontakt zu seiner Bedeutung verliert.
Vielen Dank dafür, dass du dir diesen Text durchgelesen hast.
Das ist ja überhaupt nicht schlimm!
Was bedeutet das für das „Vokabellernen“?
Du musst nicht eine ganze Welt neu lernen oder speichern.
Die Welt bleibt gleich. Nur die sprachliche Ordnung ist unterschiedlich.
Und diese Ordnung muss nicht logisch sein. Sie hat sich einfach so entwickelt und etabliert.
Lasst uns das zusammen untersuchen!
(T1)
Was will ich aufbauen?
Ich möchte vieles teilen und diese Internetseite zu einem Ort machen, wo ich meine Gedanken und Materialien teilen kann.
Ich möchte sie digitalisieren, sodass du damit selbstständig lernen kannst – mit klaren Anleitungen in Form von Videos und Übungen. Du kannst sie aber auch ergänzend zu einem anderen Sprachkurs verwenden.
Später möchte ich darauf aufbauend spezialisierte Begleitkurse entwickeln, in denen wir tiefer mit dem Material arbeiten und den Ansatz gezielt anwenden.
Auf dieser Internetseite findest du:
Tröskeltjuven, meinen Blog über die schwedische Sprache und meine Gedanken dazu.
Eine nähere Auseinandersetzung mit Sprache und Philosophie.
Materialien, die du dir anschauen und selbst ausprobieren kannst.
Lies über meine Philosophie.
Über Kosmos.
”Våra lektioner är som små öar av inspiration i vardagen. Tillsammans med Joacim kan jag prata om allt från vetenskap, natur och konst till filosofi, samtidigt som vi utforskar språkets associationsteorier. Lektionerna är alltid roliga och jag lär mig ständigt något nytt.”
– Martina Staudinger
Meine Blogbeiträge.
Was bedeutet alles?
Willst du mich unterstützen?
Erzähl anderen von mir.
Komm in einen meiner Kurse.
Oder unterstütze meine Arbeit später mit dem Kauf der digitalisierten Materialien.
Möchtest du mehr erfahren?
Melde dich gerne bei mir!
Ich möchte Menschen unterstützen – unabhängig davon, ob sie gerade erst mit ihrer Sprachreise beginnen oder bereits ein fortgeschrittenes Niveau erreicht haben – insbesondere dann, wenn sie Schwierigkeiten mit dem Wortschatz und dem Zugang zur schwedischen Sprache haben. Dabei spielt es keine Rolle, falls du Schwedisch im Selbststudium oder in einem Kurs lernst. Mein Ziel ist es, einen greifbaren Zugang zur schwedischen Sprache zu vermitteln, um einen lebendigen und aktiven Umgang damit zu finden.